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Katholische Pfarrgemeinde

Informationen zur Katholischen Kirchengemeinde

Kirche Pfarrkirche Kreuzauffindung
Pfarrbüro Kath. Pfarramt
Bühlstraße 36
Tel. 0 97 23 / 12 77
Fax 0 97 23 / 93 03 59
E-Mail: pfarrei.grafenrheinfeld@bistum-wuerzburg.de
Öffnungszeiten: siehe Internetseiten der Pfarreiengemeinschaft

Pfarreiengemeinschaft

- Bergrheinfeld
- Garstadt
- Grafenrheinfeld

Gottesdienstordnung aktuelle Gottesdienstordnung

 

Gründungsfest der Pfarreiengemeinschaft

Die 100. Pfarreiengemeinschaft in der Diözese Würzburg ist gegründet. In der Pfarrkirche
Kreuzauffindung in Grafenrheinfeld übergab Domkapitular Hans Herderich am Ende des
Festgottesdienstes die von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann unterzeichneten Gründungs-
urkunden der Pfarreiengemeinschaft „Zu den Frankenaposteln im Maintal“ an die Kirchen-
pfleger. Die Pfarreiengemeinschaft setzt sich zusammen aus den Pfarreien „Mariä Schmerz“
in Bergrheinfeld und „Kreuzauffindung“ in Grafenrheinfeld sowie der Kuratie „St. Michael“
in Garstadt. Heuer noch sollen weitere 39 Pfarreiengemeinschaften dazu kommen, die rest-
lichen 27 sollen dann bis zum 21. Februar 2010 „unter Dach und Fach“ sein, wie Domvikar
Christoph Warmuth verlauten ließ. Das Bistum Würzburg wird dann aus 166 Pfarreienge-
meinschaften bestehen.

 

 

Auf einer großen Tafel setzen die
Vorbeter die einzelnen Fürbitten zu
einem verbindenden Brückensymbol
zusammen.

 

Ausgerechnet zum Festsonntag hat der diesjährige Achterbahnsommer wieder einmal einen
Tiefpunkt erreicht. Die ganze Nacht und am Morgen regnet es. Die Gläubigen aus Bergrhein-
feld und Garstadt lassen sich davon nicht abhalten und ziehen in einer langen Prozession
unter Begleitung der Kirchenmusik und der Fahnenabordnungen der beiden Dörfer von der
„Maria-Schmerz-Kirche“ in der Maingasse zum Kirchplatz nach Grafenrheinfeld. Der Kirch-
platz ist prächtig geschmückt. Allein der lang anhaltende Regen hat die beabsichtigte Feier
des Festgottesdienstes auf dem Platz unmöglich gemacht. Ein Wermutstropfen für den
Familienkreis, der den Platz vor dem Altar mit einem herrlichen Blumenteppich geschmückt
hat. So schaut während des Gottesdienstes niemand das Motiv an, welches die Kirchen in
Garstadt, Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld zeigt, und auf das drei Wege hinführen. „Es
hat in die ganze Sache hineingeregnet“, bedauert Pfarrer Werner Kirchner. Er lässt den lan-
gen Weg von den ersten Sitzungen bis hin zum Gründungsfest der Pfarreiengemeinschaft
Revue passieren. Viel Positives sei dabei zutage getreten. „Es lohnt sich über den eigenen
Kirchturm hinauszuschauen“, ruft er die Gemeinden auf zur Zusammenarbeit. Und: „Wer
glaubt ist nie allein. Darum geht es in der Gründungsversammlung!“ Der Gottesdienst in
der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche wird von Domkapitular Herderich zelebriert.
Er schafft mit seinen Helfern schnell eine festliche und heitere Stimmung. Bemerkenswert
ist seine Predigt. Er stellt die Jünger Christi in den Mittelpunkt. Jesu‘ Auftrag an sie sei ein
Aufbruch zur Solidarität und zur Gemeinschaft gewesen. Selbstkritisch beschreibt Herderich
den Status quo in der Diözese. Dieser sei geprägt von einem „Gläubigenmangel“, der sich
nicht nur an der sinkenden Zahl von Gottesdienstbesuchern ablesen lasse. Die Diözese
habe vor 40 Jahren eine Million Mitglieder gehabt, aktuell seien es noch 835000 Katholiken,
„Tendenz stetig fallend!“. In der gleichen Zeit hätte sich die Zahl der jährlichen Priester-
weihen von 20 bis 25 auf nur noch fünf im letzten Jahr reduziert. „Mit der Seelsorge kann 
es wie bisher nicht weitergehen“, stellt er fest. Nur noch ein bis zwei Prozent der 19- bis
29-jährigen würden sich zu aktivem Christsein bekennen. „Diese katastrophale Zahl darf
uns keine Ruhe lassen!“, forderte Herderich. Ein Weg aus dieser Situation sei die Bildung
der Gemeinschaften benachbarter Pfarreien. Er mahnt, manch schlechte Erfahrung bei der
„politischen Gemeindereform“ nicht zu übertragen und redet wider die Furcht vor „Gleich-
schaltung“ von Pfarreien. Er rief die Gottesdienstbesucher auf, nicht „im Einheitsbrei unter-
zugehen“, sondern sich positiv in die Gemeinschaft einzubringen. Dabei bilde die Pfarreien-
gemeinschaft zunächst nur die äußerliche Struktur. Diese sei wohl nötig wie ein Skelett. 
Die eigentliche Aufgabe, den Menschen in ihren seelischen und leiblichen Nöten zu helfen,
beginne erst. Denn: „Ein blankes Skelett ist furchtbar anzuschauen.“ Die geografische Lage
der einzelnen Pfarreien lässt Platz für wirkungsvolle Symbolik. So bemühen nicht nur die
Festredner den Brückenneubau zwischen Grafen- und Bergrheinfeld als Zeichen der Ver-
bindung und des Zusammenkommens. Auch die Fürbitten stellen jede für sich Bausteine
dar, die von den Vorbetern auf einer in der ganzen Kirche gut sichtbaren Tafel zu einer
Brücke zusammengesetzt werden.

 

Die Gründung der Pfarreiengemeinschaft „Zu den Frankenaposteln
im Maintal“ ist nun auch formell besiegelt. Domkapitular Hans Herderich
übergab, assistiert von Pfarrer Werner Kirchner, zum Ende des Fest-
gottesdienstes die von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ausgefertigten

Gründungsurkunden an die Kirchenpfleger (von links nach rechts)
Hubert Mauder (Grafenrheinfeld), Annemarie Mohr (Garstadt) und
Gerhard Danneberg (Bergrheinfeld).

 

Text und Bild: Markert




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